Sonntag, 24.5.2026

Der Flug war ereignislos, es gab wie immer bei Airlink die Auswahl zwischen Rind und Hühnchen als Essen. Das einzig spektakuläre war beim Abflug der letzte Blick auf die Kapstadt Berge und dann beim Anflug der erste Blick auf die Gischt der Fälle, die man tatsächlich über mehrere Kilometer hinweg sehr gut erkennen konnte, da die Wasserwolke deutlich nach oben aus der Ebene herausragt.

Einreisen nach Simbabwe ist nicht ganz so einfach. Es gibt Visa für genau eine Einreise, Visa, die mehrfache Einreise erlauben und teuer sind und ein spezielles Touristenvisum, dass genau die Variante „ich will die Fälle von allen Seiten sehen“ abdeckt. D.h. man kann beliebig oft zwischen Simbabwe und Sambia hin und her wechseln und es erlaubt eigentlich auch einen Tagesausflug nach Botswana. Für Sambia braucht man als Deutscher kein Visum, für Botswana auch nicht, aber man kann mit dem „normalen“ Visum für Botswana aus-, aber dann nicht mehr einreisen. In so fern haben wir uns das „Kaza Univisa“ vorher beantragt und bezahlt. Ansonsten kostet das „Einmal-„Visum $35, zu zahlen bei Einreise. Man muss alle Daten für das Visum im Internet angeben und per Kreditkarte bezahlen. Was man dann zum ausdrucken bekommt ist nur eine „Vorabbezahlungsbestätigung“, das Visum bekommt man erst bei Einreise, muss dann aber nicht mit einem Haufen Dollarscheinen hantieren. Die Bezahlbestätigung ist ein PDF, das man ausdruckt und nach Anleitung zweimal falten muss. Also gingen wir mit unseren Pässen und dem säuberlich gefalteten Zettel zum Einreiseschalter am Flughafen. Der tolle Zettel war völlig nutzlos und sehen wollte den auch keiner. Die Daten waren alle im Computersystem der Einreisebehörde gespeichert, ein simples Scannen der Pässe hat den Barcodedruck für den Visum-QR-Code ausgelöst, der in den Pass geklebt wurde. Daneben wurde der Einreisestempel gesetzt und dann hat am längsten das Drucken der Quittung über die Bezahlung gedauert. Neben uns stand ein Paar aus Großbritannien am Nachbarschalter. Die hatte sich bei den Passnummern verschrieben, da diese in UK anscheinend komplizierter sind. Die mussten ein neues Visum bezahlen. Da hatten wir Glück, alles richtig gemacht und damit ging es recht fix mit der Einreise.

Wir haben unser ganzes Gepäck eingesammelt und draußen wartete schon ein Fahrer von der Pioneers Lodge, um uns in unser Hotel/die Lodge für die nächsten drei Nächte zu fahren. Auf der Fahrt hat er uns etwas über den Ort Victoria Falls erzählt, über den Stamm aus dem er stammt und was eine Heirat kostet, also was man an die Familie der Frau zahlen muss, um sie heiraten zu dürfen. Der normale Preis läge bei 10 Kühen. Es wird billiger, wenn man sich eine geschiedene Frau aussucht und Frau mit Kindern ist noch preisgünstiger, so ab 2 Kühe. Andere Länder, andere Sitten. Er hat uns noch darauf hingewiesen, dass man nachts auf jeden Fall ein Taxi nehmen muss, denn da könnten Elefanten und Wasserbüffel im Ort herumlaufen und bei Wasserbüffeln wären die Löwen nicht weit entfernt. Vielleicht ein guter Ratschlag.

Im Hotel angekommen wurden wir freundlich empfangen und wir haben die Formalitäten auf der Terrasse des Hotels bei einem Glas Eistee erledigt. Die großen Bücher, in die man sich einträgt hat man hier nicht. Wichtiger als irgendwelche Meldezettel sind die Hinweise über die Gefahren in der Wildnis und die Erklärung, dass man die Lodge nicht verklagen kann, wenn man dann doch gefressen wird. Die Formalitäten hat eine nette Dame von der Rezeption mit uns erledigt und uns die wichtigsten Dinge zur Lodge (Frühstückzeiten, Pools, Bar, Restaurant, Toiletten…) erklärt.

Wir hatten im Vorfeld der Reise einmal bei Pinto angefragt, was es uns kosten würde einen Fahrer zu bezahlen, der uns auf die sambische Seite der Fälle bringen kann. Die Antwort, bzw. der Preis, hat uns fast aus den Socken gehauen. Zumindest waren wir vorgewarnt, dass Victoria Falls ein ganz schön teures Pflaster ist. Daher haben wir das von zu Hause aus nicht weiter verfolgt und im Hotel gefragt, ob sie jemanden wüssten, der uns auf die andere Seite bringen kann. Man kann mit dem Taxi zur Grenze von Simbabwe fahren, dann über die Grenze gehen, dort ein zweites Taxi nehmen, das einem zur Grenze von Sambia bringt und nach der Grenze mit einem dritten Taxi zu den Fällen fahren. Und umgekehrt zurück natürlich genauso. Nach kurzem Überlegen, hat die Dame (Name ist uns bekannt, wir wollen den hier nur nicht nennen) gemeint, sie würde auf der Sambiaseite wohnen und sowieso dauernd hin und her fahren und könnte uns mitnehmen. Das war ein super Angebot, weil eigentlich wollten wir ja auch nur jemanden der uns fährt. Die Fälle anzuschauen, das schaffen wir auch selbst. Der Park ist ja nicht groß und die Wasserfälle sollten nicht so schwer zu erkennen sein. Der hohe Preis der Agentur war Fahrt + Reiseführer für die Fälle auf beiden Seiten. Unsere Vermutung war auch, dass die Reiseführer einen nur bis hin bringen und man sich dann so oder so sich alles alleine anschaut. Deutschsprachige Reiseleitung hätte noch mal ca. 50% auf den eh schon viel zu hohen Preis als Aufschlag gekostet. Das Angebot uns mitzunehmen erschien uns so gut, dass wir das angenommen und uns für den nächsten Tag morgens abseits des Hotels verabredet haben.

In Victoria Falls ist einfach alles teuer. Zum Glück hatten wir unsere Wäsche, die wir waschen lassen mussten, schon in Swellendam und Kapstadt waschen lassen. Kapstadt war ein wenig teurer als Swellendam, aber hier in VicFalls sind alle Preise so wie bei uns zu Hause in Deutschland. T-Shirt waschen war hier mit 4 US-$ auf der Liste, in Kapstadt haben wir 25 Rand (ca. 1,25 EUR) gezahlt und in Swellendam lag der Preis bei 20 Rand (ca. 1 EUR). Wenn man sehr gut und zu vertretbaren Preisen Essen gehen möchte, dann empfiehlt sich Namibia und Südafrika. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist einfach unschlagbar. Hier, in der Touristenregion der Fälle, ist das schon eine eher teure Angelegenheit.

Weil wir uns noch gar nicht auskannten hier, haben wir uns erstmal unser Zimmer angesehen und einen Tisch im hoteleigenen Restaurant für diesen ersten Abend reserviert, war dann nicht weit und wir konnten uns mit den Gegebenheiten vor Ort erst einmal vertraut machen.

Wir wussten, dass es eine Brücke zwischen Simbabwe und Sambia geben soll, über die auch Züge fahren und über die man auch laufen kann, also oben drüber, die Victoria Falls Bridge. Es werden aber auch Touren unter der Brücke angeboten, die man geführt und mit Klettergurt und Seil gesichert machen kann. Bei den Sight-Seeing-Dinner-Zügen stand dabei, dass die auch mal auf der Brücke halten, damit man sich die Fälle auch anschauen kann. Die Brücke kostet auch keine Gebühren, d.h. da kann man mal hin und sich ein erstes Bild machen. Außerdem soll man abends im Wassernebel einen Regenbogen sehen können.

Wir sind dann zur Rezeption und haben gefragt, wie man denn zu der Brücke hinkommen würde. An der Rezeption stand an der Seite gerade ein Herr, der sich mit einem Mitarbeiter unterhalten hat. Die Dame von der Rezeption hat ihn dann einfach gefragt, ob er grad Zeit hat, um uns zur Grenze zu fahren und er hat sofort gesagt, macht er. Er hatte kein Taxi (also die mit Schild auf dem Dach), war aber ein offizieller Fahrer mit einem kleinen Kleinbus. Sein Name war Clever. Er hat uns auch seine Karte gegeben, damit wir ihn anrufen lassen können bei Bedarf. Unser Pässe hatten wir dabei, denn soweit war uns bekannt, dass die Brücke über der Schlucht im Niemandsland zwischen Simbabwe und Sambia liegt. Mit unserem Kaza-Visum wäre das mit aus- und wieder einreisen auch kein Problem gewesen. Aber Clever (Name ist da Programm) hatte einen Tipp für uns: Wir sollen nicht die Pässe stempeln lassen, sondern nach einem „Free-Pass“ fragen, dann könnten wir zwar nicht nach Sambia einreisen, aber wir könnten auf die Brücke und wieder zurück und müssten nicht zur Einreisekontrolle, sondern könnten bei der Rückkehr einfach rausgehen. Außerdem würde er uns in anderthalb Stunden wieder abholen. Auch ein gutes Angebot, dann müssen wir uns nicht mit der Suche nach einer Fahrgelegenheit herumschlagen (was aber auch wenig ein Problem ist, denn es stehen überall an den touristisch interessanten Orten Fahrer herum, die auf Kundschaft warten). Aber er war sympathisch und er wussten wo wir unsere Lodge hatten. Gefühlt jeder der in Victoria Falls ein Grundstück größer als ein Handtuch besitzt und ein wenig Geld hat, baut eine Lodge und vermietet, keine Ahnung, ob die Fahrer alle kennen und man somit auch nicht erst über die Lage diskutieren muss.

Wir sind zur Ausreisekontrolle gegangen und haben gesagt, wir hätten gerne einen „Free Pass“, wir würden nur gerne einen Blick von der Brück werfen und der Herr vom Grenzschutz hat einen kleinen Papierstreifen genommen, Datum und Anzahl Personen draufgeschrieben und seinen Stempel draufgehauen. Damit durften wir dann die Grenze passieren und konnten in Richtung Brücke laufen.

Der Weg zur Brücke ist ziemlich genau 1km lang. zwischen den Grenzen stauen sich die LKW zur Grenzabfertigung und dazwischen sind PKW unterwegs. Man muss ganz schön aufpassen, weil die Straße dadurch ziemlich eng wird, wenn beidseitig die Fahrzeuge stehen und sich dann noch in beide Richtungen die PKW durch die schmale Fahrstraße quälen. Dazwischen sind auch Menschen, die ihr Geld mit dem Verkauf von Waren an die LKW-Fahrer verdienen. Wir hatten schon gehört, dass immer nur ein Auto gleichzeitig auf der Brücke unterwegs sein darf. Die Straße ist auch nur einspurig und keine Ahnung, wie das funktioniert, wann mal die eine Richtung und mal die andere Richtung fahren darf. Man muss aufpassen auf der Brücke, da es schon sehr, sehr eng ist und immer wieder LKW oder PKW über die Brücke fahren. Es sind schon viele Leute hier, um einen kostenlosen Blick auf die Fälle zu werfen. Auch der Regenbogen war da, auch zum Teil nicht als Bogen, sondern als farbiger Kreis in dem Wassernebel aus der Gischt der Fälle zu sehen. Wer will kann hier auch einen Bungee-Sprung an den Victoria Falls machen von der Mitte der Brücke in die Schlucht, wenn mans mag… Der Blick lohnt sich und preisgünstig ist es alle mal, der Eintritt in den Park zu den Fällen kostet pro Person 56 US-$. Da kann man nicht „nur mal schnell einen ersten Blick werfen gehen“. Das wird dann schnell teuer, wenn man dann auch nochmal „richtig“ in den Park möchte. Während wir auf der Brücke standen, kam ein ganz langer Güterzug über die Brücke gefahren. Wenn sich wegen Alter und Stabilität der Brücke immer nur ein Auto gleichzeitig auf der Brücke befinden darf, was passiert dann, wenn ein ganzer Güterzug auf der Brücke ist? Der fährt auch nicht jeden Wagen einzeln von der einen zur anderen Seite. Will man eigentlich nicht wissen, wenn man grad drauf steht. Nachdem wir genug gesehen hatten, haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Außerdem wollten wir Clever wieder treffen, damit er uns weiter fährt. Ausreise war tatsächlich wie angekündigt: einfach aus der Grenze rausgehen. Da steht auch keiner zum Aufpassen. Anscheinend ist man hier so ordentlich und geht immer, wenn notwendig, von selbst zu den Grenzbeamten wegen der Stempel.

Clever wartete schon auf uns und hat den Vorschlag gemacht, wie sollten noch das Lookout Café besuchen, wir müssten auch gar nichts trinken dort, einfach nur um einen Blick in die Schlucht mit dem Wasser zu werfen. Auf dem Weg dorthin lief auf der Straße eine Familie Warzenschweine herum. Victoria Falls liegt als Stadt mitten im Nationalpark, daher dürfen hier die Tiere alles. Da wir noch nichts weiter vor hatten und ein Drink zum Abend gerade gelegen kam, haben wir Clever nicht auf uns warten lassen, sondern uns in einer dreiviertel Stunde wieder verabredet. Im Lookout Café haben wir zwei Gin and Tonic (G&T) bestellt und uns die beeindruckende Schlucht mit den Wassermassen am Grund der Batoka Gorge angeschaut. Nebenan gibt es Slacklines, für die, die mal über die Schlucht schweben möchten. Wir haben uns das Menü angeschaut, uns fehlten ja noch die Restaurants für die nächsten zwei Abende. Wir haben dann einen Tisch direkt am Geländer zum Abgrund reserviert für 17 Uhr morgen, damit man noch ein wenig Licht hat. Abendessen gibt es ab 17:30 Uhr, aber wenn man erst mal einen Aperitif trinkt, dann ist es schnell 17:30 Uhr. Als wir von der Terrasse wieder Richtung Parkplatz gelaufen sind, haben wir bemerkt, dass die Familie Warzenschwein inzwischen hier auch angekommen ist und zwischen dem Eingangstor vom Parkplatz zum Gelände vom Restaurant hin, die Rasenpflege übernommen hat. Es sieht komisch aus, wenn die Tiere auf den Ellenbogen über den Rasen rutschen, um mit dem Kopf weit genug nach unten zu kommen, um das kurze Gras noch weiter abzuweiden, aber irgendwie auch nett. Dahinter haben grad ein paar Paviane den Inhalt der Mülltonne inspiziert und als sie nichts Passendes gefunden haben, hat einer mit einem lauten Knall beleidigt den Deckel mit Schwung wieder zugeschmissen. Daneben sind noch ein paar Mungos den Weg entlang gejagt. Auch hier im Innenhof: ganz schön viel Wildlife.

Clever hat uns dann wieder in unsere Lodge zurückgefahren und noch ein paar Essenstipps gegeben, z.B. einen Burgerladen, der sehr gut wär, aber er hat uns auch von einem Restaurant erzählt, das simbabwische Küche anbieten würde, das „Dusty Road“.

Wir hatten gelesen, dass die Taxis keine Taxameter benutzen und die Preise auf Verhandlungsbasis sind, es gibt aber eine „Schmerzgrenze“ unter die lassen sich die Fahrer nicht drücken. Es gibt Richtwerte im Netz, eine Kurzstrecke innerhalb der Kernstadt kostet 5 US-$ und Fahrten zu den etwas außerhalb liegenden Lodges (so wie unsere) liegen bei 10 US-$. Für die drei Fahrten wollte Clever von uns dann 30 US-$ haben, das von den Strecken her genau zu den drei mal 10$ passt. Die Fahrer kooperieren mit den Hotels und werden von denen immer wieder angerufen, wenn Gäste irgendwo hin wollen. Abzocke kommt da sicher auch nicht gut an.

Zurück im Hotel haben wir gefragt, ob sie uns einen Tisch zum „High Tea“ im Victoria Falls Hotel buchen könnten. Luke hatte uns gesagt, das wäre viel billiger als dort zu übernachten und so könnte man sich das Hotel auch anschauen. Für 200 US-$ pro Person konnte man das Erlebnis auch über einen Veranstalter buchen… Selbstgebucht muss man 15 US-$ + Trinkgeld pro Person rechnen zzgl. Fahrtkosten so um die $20 hin und zurück.

Wenn wir gerade wieder einmal bei US-Dollars sind… Simbabwe hätte theoretisch eine eigene Währung, das ist der „Simbabwe Gold„, der den Simbabwe-Dollar im April 2024 abgelöst hat. Nachdem es so wahnwitzige Scheine gab, wie den 3 Milliarden Dollar-Schein, hat die Regierung beschlossen eine neue Währung einzuführen und die alte Währung über Nacht für ungültig erklärt, ohne sich die Mühe zu geben zuerst eine neue Währung zu etablieren. Wegen der hohen Inflation und weil der Simbabwe-Dollar nichts wert war (nicht stabil und nicht konvertierbar), hat sich seit 2009 der US-$ als Zahlungsmittel eingebürgert. Die Regierung wollte das abschaffen und eine neue Währung, die durch Gold- und Diamantenreserven gedeckt und damit stabil ist, schaffen. Das hat wohl auch fast funktioniert, bis die Regierung ein halbes Jahr nach erscheinen des neuen Geldes, dieses massiv abgewertet hat. Seit dem ist der US-Dollar fester als vorher als Zahlungsmittel etabliert und der Simbabwe-Dollar existiert nur noch auf dem Papier. Es gab wohl gedruckte Scheine in kleinen Stückelungen, die geplanten größeren Scheine sind aber dann schon überhaupt nicht mehr gefertigt und ausgegeben worden. Ein neuer Anlauf soll aber wohl gestartet werden.

Wir hatten noch einen Moment Zeit und haben uns mal Garten und Pool angeschaut. Das Hotel hat zwei, einen am Hauptgebäude, ein paar Stufen nach oben und einen direkt bei uns vor der Zimmertür, auf der unteren Ebene. Der Pool hat auch einen Vogel, genauer gesagt zwei Gänse (Gelbbrust-Pfeifgans), die nicht viel größer sind wie unsere Enten. Die laufen um den Pool, baden darin und haben auch auf dem Rasen eine Futter- und eine Wasserschüssel stehen. Trinken tun die beiden aber meist das Chlorwasser aus dem Pool. Die zwei machen immer alles zusammen, total süß. Und sie haben keine Angst, die stehen auf dem Weg und schlafen und man kann ganz nah an denen vorbei gehen, ohne, dass sie zur Seite gehen oder sich gestört fühlen.

Nachdem wir uns umgezogen haben, sind wir ins Restaurant zum Essen gegangen. Es gab ein paar ungewöhnliche Gerichte auf der Karte, wie frittiertes Krokodil, einen Spieß mit Straußenfleisch (das bekommt man als einziges von den ganzen Fleischsorten hier auch in Deutschland zu kaufen) und als Tagesgericht gab es noch Warzenschwein. Also Krokodil ist ein sehr festes weißes Fleisch, dass von der Konsistenz so eher an Seeteufel erinnert und von den Gewürzen lebt. Man könnte auch sagen (Vorsicht, Wortspiel), es ist schon ein wenig „bissig“. Aber Warzenschein ist echt gut. Geschmack irgendwo zwischen Schein und Wildschwein. Haben wir auch später noch mal auf Safari gehört, dass Warzenschein gut ist. Können wir bestätigen. Dazu gab es einen „lokalen“ Rotwein, was uns verwunderte, denn jenseits der Kapregion, finden sich eigentlich eher keine Winzer. Dieser war aus der Westkap-Region von Südafrika. Erstaunlicherweise ist uns der Wein noch einmal als „lokaler Wein“ über den Weg gelaufen. Wie uns der Ober hier erklärte, wäre der Winzer und Weingutsbesitzer Tinashe Nyamudoka von „hier“, also aus Simbabwe, was den Wein zu einer lokalen Spezialität macht. Der war zudem auch noch gut.

Danach haben wir uns zurückgezogen, morgen sollte es ja dann den ersten Ausflug an die Fälle geben.

Montag, 25.5.2026 – Afrikatag

Das Frühstücksbuffet bot eine gute Auswahl an Wurst, Käse, vielen frischen Früchten, Müslis, süßen Teilchen und vielem mehr. Dazu gab es noch eine ganze Karte mit Eierspeisen. Es waren auch Eggs Benedict dabei, aber nicht für heute. Milchprodukte waren wichtig, wegen der Malaria-Tabletten. Laut Packungsbeilage, soll das die Aufnahme des Wirkstoffs verbessern.

Während des Frühstücks hat uns dann ein Kellner noch unsere Verabredung angerufen und uns sein Smartphone gegeben, damit wir die Details des Treffen ausmachen können. Wir haben uns ums Eck bei einem Supermarkt verabredet um 9 Uhr. Im Supermarkt haben wir noch Wasser gekauft. 30 US-Cent die Flasche. Wir haben uns schon gefragt, ob es hier überhaupt Kleingeld gibt und was die verwenden dafür. Die Antwort war mit unserer einen Flasche schnell gegeben: Es gibt kein Kleingeld, nimm 3 und zahle $1, war die Ansage. Auch okay, Wasser kann man brauchen. Nur das Rabattsystem ist dabei etwas merkwürdig, wenn man gleich mehr nimmt, aber vielleicht haben wir es auch nur falsch verstanden und wir hätten noch 3 Flaschen zusätzlich nehmen sollen.

Wir mussten eine Viertelstunde warten, bis unsere Mitfahrgelegenheit kam. Was wir übersehen hatten ist, dass am 25. Mai Afrikatag ist, an dem die Gründung der Organisation der Afrikanischen Einheit (inzwischen Afrikanische Union „AU“) gefeiert wird. Das ist hier ein Feiertag und viele Menschen sind auf den Straßen unterwegs und entsprechend viel auf der Brücke und an den Grenzen los. Wir waren ja im Urlaub und hatten keinen Stress. Mit dem Auto ging es erst mal an die Grenze, an der wir ausgereist sind aus Simbabwe (Stempel in den Pass). Dort haben wir noch einen Fahrer getroffen, der die weitere Fahrt übernommen hat. Die Menschen, die dauernd zwischen Sambia und Simbabwe wechseln, haben spezielle DIN-A4 Blätter mit Ihren Daten drauf, die gestempelt werden, damit sie nicht alle paar Wochen einen neuen Reisepass beantragen müssen. Dann ging es durch die zwischen den Grenzen wartenden LKW hindurch. Das ganze wirkt etwas chaotisch, da die nutzbare Fahrbahn zwischen den Reihen oft nur die Durchfahrtbreite von einem Auto hat und die LKW so dicht stehen, dass man auch kaum ausweichen kann. Irgendwie gewinnt der mutigere und unser Fahrer hatte das ganz gut drauf hier durchzukommen. Nebenbei muss man auch noch auf die ganzen Fahrradfahrer mit Gepäck oder Waren und Fußgänger achten, die oft aufgrund der Schwere der transportierten Waren recht wackelig unterwegs sind. Auf der anderen Seite der Brücke (die von gestern, es gibt nur diese eine Verbindung) wartet dann die Grenze mit Einreisekontrolle (Stempel in den Pass für die Einreise in Sambia). Für unsere Begleiter gab es einen Stempel auf ihr Formular und für das Auto einen kleinen Zettel, wie der für den Free-Pass gestern. Den musste der Fahrer dann an einen weiteren Grenzbeamten abgeben, der dann eine Kette, die über die Straße gespannt war, geöffnet hat, um uns durchfahren zu lassen.

In Sambia angekommen, wollten wir erst mal zu einem Cache in Livingstone (bzw. Maramba), welches als erste weiße Kolonie hier nach dem englischen Missionar und Entdecker David Livingstone benannt wurde. Hier sollte es tatsächlich eine Dose geben. Livingstone liegt etwa 25km von der Grenze entfernt und ist mit einer guten Straße angebunden, die Fahrt dauerte daher nicht so lange. In der Beschreibung vom Cache stand schon, dass es schwierig werden könnte wegen der Händler und so war es auch. Obwohl wir in einheimischer Begleitung unterwegs waren, war es praktisch unmöglich den Händler abzuwehren. Wir haben letztendlich nur noch den Magneten gefunden von der Dose, aber kein Logbuch.

Die Dose lag vor dem Livingstone-Museum, dem größten und ältesten (gegründet 1934) Museum in Sambia. Es befasst sich mit der Kultur und dem Naturerbe von Sambia. Wir hatten Zeit und so konnten wir dem Museum einen Besuch abstatten. Die Highlights des Museum sind ein sehr gut erhaltener Schädel (Original in Großbritannien, Verhandlungen über die Rückführung nach Sambia laufen seit Jahrzehnten) und wenige Knochen des Homo rhodesiensis, besser bekannt als „Broken Hill Man“ oder auch „Kabwe 1“. Nach neusten Messungen liegt das Alter etwa bei 299.000 ± 25.000 Jahren. Der Mann war etwa zwischen 179–184 cm groß und wog wohl so ca. 64–81 kg. Hirnvolumen lag an der unteren Grenze des modernen Menschen und stammt aus einer Linie die sich früher einmal aufgespalten hat und sich somit parallel zu der Linie entwickelt hat, aus der dann der Homo sapiens hervorgegangen ist. Ein weiteres Highlight sind Originalbriefe von David Livingstone, die ausgestellt sind. Sehr gut aufbereitet in Holzrahmen zwischen zwei Glasplatten in Holzkästen, aus denen man die Briefe herausziehen und lesen kann. Dafür braucht man aber Zeit, es sind gar nicht so wenige.

Sambia hat eine eigene, stabile Währung, die wir natürlich nicht hatten, aber hier kann man aber überall alles zum Glück mit Karte zahlen. Wir hatten 30 min vorgesehen für die Besichtigung, der Herr am Eingang hat gesagt, das Museum befindet sich nur auf der Erdgeschossebene. Aber auch eine Ebene kann ganz schön groß sein. Aufgeteilt ist es in die Entwicklung des Menschen von der Frühsteinzeit über Bronzezeit, Eisenzeit bis heute, inkl. der Änderung des Lebens der einheimischen Bevölkerung vom traditionellen Dorf hin zur Großstadt. Ein eigener Ausstellungsbereich beschäftigt sich mit den heimischen Tieren und Pflanzen mit vielen Präparaten und Dioramen. Den Abschluss bildet eine Ausstellung über das Leben und Wirken von David Livingstone, der als Missionar nach Afrika gekommen ist und seit der Zeit unterwegs war dier Quelle des Nils zu suchen und diese aber nie gefunden hat. Aber dafür hat er als erster Weißer die Victoria Fälle gesehen und ihnen ihren Namen gegeben. Sein Herz ist in Sambia beerdigt worden, die übrigen sterblichen Überreste wurde zurück nach England überführt. Das Museum ist überhaupt nicht modern, aber auf jeden Fall einen Besuch wert, da es sehr schön aufgebaut ist. Wir waren froh, uns die Zeit genommen zu haben, es uns anzuschauen. Wir hatten nur die Größe unterschätzt (eine Ebene…) und hätten noch mehr Zeit hier verbringen können. Leider haben wir keine Fotos, denn Fotografieren ist nur im Eingang und im Innenhof erlaubt, aber nicht in den Ausstellungen. Es gibt aber eine Internetseite mit Bildern, der wichtigsten Exponate: https://livingstonemuseum.org/

Vom Museum aus ging es dann wieder zurück in Richtung Fälle. Unterwegs gab es tatsächlich noch einen richtigen Cache mit Dose, die wir dann alle zusammen suchen gegangen sind. Man hat gesehen, dass hier immer wieder Elefanten durchkommen, zum Glück waren grad keine da und wir konnten die Dose gut und schnell finden. Die Stelle lag in unmittelbarer Nähe des Sambesi, der die Fälle speist. Eine sehr schöne Stelle mit viel Natur und in der ferne, flussabwärts konnte man schon die Gischt der Fälle erkennen. Hier bekommt auch den ersten Eindruck davon, wieviel Wasser hier vorbeifließt. Laut amtlicher Veröffentlichung über 3.000 m³ pro Sekunde. Auch unsere Begleiter haben hier ein paar Fotos geschossen. Wir haben noch einen zweiten Cache versucht zu suchen, der an einem sehr alten „Baobab“-Baum (Affenbrotbaum) liegen sollte. Aber auch hier gibt es Händler, die es einem nicht einfach machen. Aber sie hatten sehr schöne Sachen zu verkaufen und so haben wir ein schönes kleines Schüsselchen und Armbänder gekauft. Dank unserem Fahrer zu einem guten Preis. Gut wenn man jemanden dabei hat, der weiß wie man hier handelt.

Dann ging es auf zu unserem ersten Besuch bei den Fällen auf der Sambia-Seite. Der Eintritt in den Mosi-oa-Tunya National Park ist mit umgerechnet etwa $20 vergleichsweise preisgünstig. Einwohner aus dem Süden von Afrika zahlen weniger, Sambier noch weniger, sonst könnten sich hier das kaum einer leisten. Nach dem Ticketverkauf kommt ein Häuschen in dem die Tickets abgestempelt wurden, außerdem muss sich jede Gruppe in ein großes Buch eintragen, mit Herkunftsland, Wohnort und Anzahl Personen. Hinter dem Eingang bekommt man gegen $2 pro Person (hier werden auch US-Dollar akzeptiert) eine Kombination aus einem dünnen Folien- und einem dickeren Gummi-Poncho. Am Eingang ist es noch nicht so ersichtlich, ob man nass werden wird, die Verleiher sagen natürlich, du wirst ganz schön nass werden. Wir haben uns die Ponchos überstreifen lassen und sind weiter gegangen. Erst mal ist der Weg recht harmlos durch den Wald, bis man zu einer kleinen Metallbrücke kommt, die sogenannte „Knife Edge Bridge„. Die Brücke ist etwa 40 m lang und befindet sich 100 m über dem Sambesi und man hat einen spektakulären Blick auf die Fälle, den östlichen Katarakt und den „Boiling Pot“ mit Schlucht, in die das Wasser fällt. Das mit dem was man alles sieht, sagt einem die KI. Näher kommt man an keiner Stelle an die Fälle heran und bei der Hochwassersaison, wie jetzt, wird man hier richtig, richtig nass und wegen dem vielen Wasser sieht man von der Brücke aus gar nicht so viel und als Brillenträger ist das noch mal weniger. Aber das Gefühl, die Vibrationen vom donnernden Wasser und dass man mitten in der spritzenden Gischt steht, ist sehr beeindruckend. Die Wassermassen, die hier herunterstürzen, sind spektakulär und man hat einen wirklich sehr guten Blick auf die Fälle. Auch wenn Sambia nur 25% der Gesamtbreite besitzt, ist die Sicht etwas besser und man kommt näher heran. Allerdings wohl nur zur Regenzeit, Oktober und November fällt laut Internet auf der Sambiaseite meist gar kein Wasser herunter und man kann sich nur die trockenen Felsen anschauen.

Erstaunlicherweise ist die Luft sehr trocken, trotz all dem Wasser und dem Nebel in der Luft. Man wird nass, trocknet aber auch wieder ab. Das nützt einem nur nichts, weil man auf dem Rückweg wieder über die Knife Edge Bridge muss, auf der das herunterprasselnde Wasser ein paar Zentimeter hoch steht. Wenn die Schuhe bis jetzt noch gehalten haben, danach standen wir in den Schuhen im Wasser. Wie wir schon in Franschhoek beim durchwaten der Überflutung lernen mussten, heißt wasserdichte Schuhe nicht nur, dass durch die Schuhe kein Wasser hineinkommt, es heißt auch, das Wasser das oben am Bein in die Schuhe hineinläuft auch nicht mehr hinaus geht. Wir hatten vorher darüber mit unseren Begleitern gesprochen gehabt, dass wir sicher nass zurück kommen und uns wurde versichert, das macht dem Auto nichts. Der Poncho hat einiges abgehalten, aber die Hose, die unten rausragte war klatschnass und das Wasser, das in die Schuhe gelaufen ist, war auch noch da, aber das kam nicht wieder raus.

Nach dem Besuch der Fälle sind wir wieder zurück über die Grenze. Gleiche Prozedur wie auf dem Hinweg, Ausreise (Stempel), durchdrängeln mit dem Auto über die Brücke, bevor der Gegenverkehr merkt, dass er fahren könnte, Einreise nach Simbabwe (Stempel) und Abgabe des kleinen Zettels, den sich unser Fahrer besorgt hat an der Grenze, für das Auto. Wenn man hier mehrfach wechseln will, sollte man sich einen zweiten Pass mitnehmen, wenn einer voll ist. Von da aus haben wir noch einen Boabab-Baum, der angeblich ca. 1.200 Jahre alt sein soll, besucht, da es hier auch noch eine Dose zum Suchen geben sollte. Unser Fahrer ist dann mit unserem GPS losgestürmt und hat die Dose tatsächlich auch gefunden! Nach ein paar Fotos mit der Dose ging es dann wieder zurück zum Hotel. Unsere nette Begleitung musste sich dann noch im Auto fertig schminken und umziehen, da ja heute Afrikatag war und heute keine Uniformpflicht bestand, sondern „Afrikanische Kleidung“ (also zumindest welche die ein wenig danach aussieht) getragen werden sollte von den Angestellten.

Das passte zeitlich sehr gut, so konnten wir uns umziehen, die Schuhe in die Sonne stellen und uns und unsere nassen Sachen am Pool auf einer Liege im Schatten trocknen. Die Liegen waren alle bereits mit einem frischen Handtuch versehen, es gab aber auch noch einen Korb mit noch mehr Handtüchern, so dass man keine aus dem Zimmer mitnehmen musste. Alles ganz toll organisiert. Um 15 Uhr war Heißwasserstunde, heißt „High-Tea“ mit Tee und Gebäck zum Essen. Als wir von dem netten Herrn vom Restaurant gefragt wurden, was wir möchten und einen Kaffee und einen Rock Shandy haben wollte, meinte er, der Kaffee hier beim Tee ist nur Filterkaffee, er macht lieber einen richtigen und er bringt uns alles an den Pool. So konnten wir entspannt noch ein wenig die Sonne genießen und den zwei Gänsen beim Plantschen im Pool zuschauen. Die Hotelgäste haben eigentlich nur den oberen Pool benutzt, die Gänse den unteren.

So viel Zeit hatten wir nicht, wir hatten schon für 17 Uhr zum Abendessen reserviert, damit noch die Sonne schien, um auch was zu sehen von der Sambesi-Schlucht. Wir haben uns umgezogen und sind zur Rezeption gegangen, um uns ein Taxi zu bestellen. Ein Fahrer war gerade da und der hat versucht ein zweites Taxi zu bekommen, die waren aber alle aktuell belegt. Er hatte aber schon zwei Fahrgäste, zwei Italiener, die auch zum Lookout Café gefahren werden wollten. Also hat er uns vorgeschlagen zusammenzufahren und uns die Fahrtkosten von $15 zu Teilen, $7 für jeden. Halbe Dollars gibt es hier halt nicht. War allen recht und wir sind zusammen hingefahren. Für den Rückweg, hat er uns noch seine Nummer gegeben, damit das Restaurant ihn anrufen kann, wenn wir wieder zurück wollten.

Wir bekamen, wie gestern gewünscht, einen Tisch mit Blick in die Schlucht. Wir hatten das gar nicht so realisiert, dass die Terrasse über den Abgrund raus gebaut war und die Tische direkt an einem Geländer stehen, welches nur aus Gitterstäbe mit breiten Lücken bestand. Alles was einem auf dieser Seite v0m Tisch gefallen wäre, wäre direkt 150m tiefer in den Sambesi gestürzt.

Wir haben unsere Telefone krampfhaft versucht auf der Gebäudeseite auf den Tisch zu legen, weil wir totale Panik hatten, dass man es aus Versehen anstupsen und in den Fluss fallen lassen könnte. Aber die Sache mit dem Licht, der Sonne und dem Drink bis zum Beginn des Abendessens ging komplett auf und wir hatten einen sehr schönen Sonnenuntergang mit hübscher Beleuchtung der Felsen gegenüber. Dadurch, dass der Mond gerade zunahm und schon knapp über einen viertel groß war, hatten wir auch nach Sonnenuntergang immer noch genug Licht, um die Schlucht und das tosende Wasser unter uns zu betrachten. Auch die Brücke, auf der wir gestern Standen konnten wir von hier aus sehen. Zum Sonnenuntergang parkte darauf ein historischer Zug, in dem man eine Dinnerfahrt buchen könnte, mit Sonnenuntergang auf der Brücke (die Kosten haben wir gar nicht erfragt, hier ist alles richtig teuer). Das Essen hier war recht gut. Vorspeise Straußcarpaccio und Chili-Cheese-Nuggets. Aber keine Chili-Cheese-Nuggets, wie man die meist bei uns kennt, mit einer undefinierbaren gelben Masse und ein paar grünen Stückchen (meist Paprika statt Chili), sondern richtig gute, vermutlich selbstgemachte mit richtiger Füllung mit verschiedenfarbigen Paprika und Chilis. Hauptspeise Lamm und ein Rinderfilet. Das Rind war an sich zwar teuer, aber für den Preis bekommt man in Deutschland nicht einmal die Hälfte der hiesigen Portion. Insofern war es immer noch ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Nach einer Nachspeise zum Teilen (die Portionen sind schon groß hier) haben wir uns den Fahrer, der uns hergebracht hat wieder rufen und uns ins Hotel zurückfahren lassen und sind erschöpft ins Bett gefallen.

Dienstag, 26.5.2026

Nach Sambia gestern, stand heute die Besichtigung der Fälle der simbabwischen Seite an. Unser Plan war, uns nach dem Frühstück, wenn wir uns fertig gemacht hatten, ein Taxi zu den Fällen zu bestellen und drauf zu hoffen, dass es genug Taxis dann dort gibt, von denen uns eines zurück fährt. Bis jetzt waren an den touristisch wichtigen Orten immer Taxis gestanden, sollte also hoffentlich kein Problem sein.

Zum Frühstück gab es heute die Eggs Benedict. Da es sich wieder um zwei Eier handelte, war die Portion genau richtig zum teilen. Außerdem brauchte es einen Joghurt, für die Malariaprophylaxe. Kaffee kam hier mal nicht aus einer Jura-Kaffeemaschine, sondern aus einer (vermutlich) italienischen Siebträgermaschine, damit gab es einen hervorragenden Cappuccino zum Frühstück. Wir haben den Besuch der Fälle in Ruhe angehen lassen. Vor dem Frühstückraum stand ein Zeitplan für eine Gruppenreise… Wecken 6 Uhr, 6:45 Abfahrt zu den Fällen, 8:45 Frühstück, 10 Uhr Abreise. Die waren schon wieder zurück, da waren gerade erst fertig mit dem Frühstück, viel können die nicht gesehen haben.

In der trockenen Luft hier, waren die Schuhe tatsächlich seit gestern getrocknet und die Strümpfe waren auch schon trocken. In Franschhoek hat das drei Tage gedauert und war nur so bedingt erfolgreich. Das war gut, denn so konnten wir alles wieder frisch nass werden lassen. Nachdem wir uns umgezogen und alles im Zimmer gelassen haben, was nicht nass werden sollte (gestern konnten wir unsere Sachen ja noch im Auto lassen), sind wir zur Rezeption gegangen, damit sie uns einen Wagen rufen können. Clever stand gerade draußen, zusammen mit einem größeren Kleinbus. Die Dame von der Rezeption hat ihn gefragt nach einem Wagen zu den Fällen, er hat kurz telefoniert, unglücklich geschaut und dann gemeint, er fährt mit einer Gruppe zu den Fällen, wenn es uns nichts ausmachen würde, dass wir zusammen mit anderen im Auto sitzen, könnten wir hinten bei ihm noch mitfahren. Er hat dann zwei Sitze noch umgeklappt und damit dann statt Kofferraum eine dritte Sitzreihe in seinem Wagen. Wir sind hineingeklettert und haben auf die anderen Teilnehmer gewartet. Es handelte sich um eine Gruppe Italiener, die zusammen mit den zwei Italienern von gestern (Fahrt zum Lookout Café) unterwegs waren. Die haben sich auf die zwei bereitstehenden Wagen verteilt und schon ging es los. Gegenüber des Einganges zum Park hat sich eine großer Bereich mit Souvenirverkäufern angesiedelt. Einer, genannt Alex, den Clever schon kannte, stand schon bereit, um uns abzufangen wegen Regenschutzmänteln. Hier kosten die $3 das Stück als Miete, wir haben die dann genommen. Clever wollte jetzt kein Geld haben, sondern erst auf der Rückfahrt. Ganz clever, so kann man keinen anderen Wagen nehmen. Alex kennt seine Nummer, der soll ihn dann anrufen, wenn wir zurück sind, meinte er nur.

So ausgerüstet sind wir dann zum Eingang und haben unsere zweimal $58 Eintritt entrichtet. Kurz hinter dem Eingang lagen Schädelknochen diverser Tiere. Die Gattung der Tiere mussten wir für einen Cache herausfinden, leider gab es aber keine Beschriftungen. Wir hatten Glück, eine andere Gruppe mit Guide kam gerade vorbei und der Guide hat seine Gruppe erst einmal raten lassen, zu welchen Tieren die Schädel jeweils passen und dann aufgelöst. So sind wir an unsere Informationen gekommen, die wir brauchten, ganz ohne eigenen Guide.

Die ersten Menschen, die wir gesehen haben, waren alle trocken. Wir hatten uns gefragt, ob man hier überhaupt nass wird. Wir mussten ein wenig an den Fällen entlangspazieren, um eine Antwort zu finden. Der Weg führt einem zunächst oben an den Sambesi und dann an die Kante und weiter entlang der Fälle. Zunächst war die Sicht gut und wenig Wasser in der Luft. Das änderte sich aber je weiter wir nach hinten kamen. Das Rätsel der trockenen Personen hatte sich damit gelöst. Sie waren nicht weit genug gegangen oder schon wieder getrocknet auf dem Rückweg.

Manche hatten anstatt Regenschutz einfach wenig an, eine Familie hatte die Kinder in Neoprenanzüge gesteckt und mit Flip-Flops versehen. Das Wasser war viel, aber es war nicht wirklich kalt. Es gab Stellen, da kam eine Wassermenge von oben auf einen heruntergeprasselt, die macht jedem Starkregen mit Gewitter eine Ehre. Kein Wunder, dass es hier an den Fällen ein kleines Stück tropischen Regenwald gibt. Bei sehr viel Wasser in der Luft war es auch dunkel und die Sonne hatte keine Chance durchzukommen. Ist man von den Fällen wieder auf einen Weg weiter weg gewechselt, war sie dann wieder da. Eigentlich waren die Fälle im weiteren Verlauf der Wegstrecke nicht oder nur schwer zu sehen. Man musste immer warten, bis der Wind einmal so stand, dass er das Wasser in eine andere Richtung geblasen hat. Ansonsten sind die Fälle einfach im weißen Nebel (Mosi-oa-Tunya = donnernder Rauch) verschwunden. Aber man hatte immer mal wieder einen Blick auf die Fälle und der war dann grandios. Diese Wassermassen und die Länge, über die diese die rund 150m nach unten stürzen, sind einfach überwältigend. Wir sind hier auch im Starkregen der Gischt so richtig, richtig nass geworden, trotz Schutz. Auch die Smartphones und wir mussten feststellen, dass starker Regen, der auf das Display auftrifft, auf dem Telefon herumtippt. Das macht es nicht einfach zu fotografieren oder was nachzusehen, wenn dauernd komische Dinge passieren, Apps auf- und zugehen, der Regen auf der Tastatur herumtippt, wenn man was schreiben will und ähnliches. Es war irgendwie auch alles nass und aufgeweicht, inkl. der Hüllen der Telefone. Nur gut, dass wir alles, was entbehrlich war, im Hotel zurückgelassen haben. Schuhe und Strümpfe waren auch wieder komplett vollgelaufen.

Am hinteren Ende des Parks kam man dann an die Schlucht, die Simbabwe von Sambia trennt. Hier sieht man auch wieder die Auto-/Eisenbahnbrücke von gestern und vorgestern. Und wir hatten jetzt von dieser Seite einen Regenbogen, der scheinbar direkt unter dem Brückenbogen zu liegen schien. Von der Brücke hat auch grad jemand einen Bungeesprung absolviert, wenn einem das halt Spaß macht kopfüber an einem Seil zu baumeln. Wir sind noch ganz bis ans Ende des Weges gegangen, da es hier noch einen Cache zu finden gab. Hier tummeln sich viele Leute, aber die achten nur auf Brücke und Wasser und nicht auf Leute, die Dosen suchen.

Von hier aus gab es zwei Wege zurück zum Ausgang. Den, den wir gekommen sind und einen hinten herum, durch den Park. Lösung Nummer zwei, warum die Leute trocken wirkten, ein Weg auf dem man schon mal wieder trocknen kann bis zum Ausgang. Wir haben uns für den nassen Rückweg entschieden, da es auf dem hinteren Weg wenig zu entdecken haben soll. Wir haben uns noch mal in den Starkregen begeben, die allzu nassesten Orte allerdings ausgelassen, da man hier wegen des vielen Wassers auch nur sehr wenig sieht. Unterwegs sind wir einer Gruppe Pavianen begegnet, die uns entgegen kamen. Weil der Weg es nicht anders zuließ, haben wir uns beim ersten Affen ruhig an den Rand gestellt und gewartet bis er vorbei war. Danach kam zum Glück eine Abzweigung zu einem Aussichtspunkt, die wir dann erst mal genommen haben, um zu warten, dass die ganze Affenbande vorbei gezogen ist. Die Gruppe war groß und bestand aus vielen Pavianen von ganz klein bis alt und groß. In der Abzweigung stand auch ein Guide der vermutlich auf seine Gruppe gewartet hat. Wir haben gehofft der weiß ggf. wie man mit den Affen umzugehen hat. Allerdings hat uns die Tatsache, dass er da an einem trockenen Punkt stand und gewartet hat, auch in unserer Annahme bestärkt, dass es nicht notwendig ist, so viel Geld für eine geführte Tour auszugeben, wenn man eigentlich nur abgesetzt wird und dann so oder so alleine herumlaufen muss. Von den Guides, die wir gesehen haben, war auch keiner nass. Einige hatten einen Regenschirm dabei, denn manchmal kam feiner Sprühnebel von oben auf den Weg geweht. Also man kann das ganze Erlebnis auch mit geringeren Ausgaben haben und hat damit vermutlich auch noch mehr Zeit, um sich genau das anzuschauen was einem wirklich interessiert oder auch mal länger stehen zu bleiben, wo es einem gefällt.

Wir haben es nicht geschafft wieder trocken zu werden auf dem Rückweg. In einem Shop, der noch zum Park gehört, kurz vor dem Ausgang, haben wir noch Ansichtskarten gekauft. Das Stück kostet sagenhafte $2. Mit den Preisen machen die auch Touristenhochburgen in Deutschland Konkurrenz. Zurück auf dem Parkplatz mit den Souvenirverkäufern sind wir noch immer vollkommen durchgeweicht zurückgekommen. Alex hat uns in Empfang genommen, uns den Regenschutz wieder ausgezogen und dann Clever angerufen, damit er uns holen kann. Zum Dank haben wir ihm noch ein süßes kleines Nilpferd aus Holz abgekauft.

Clever kam dann auch ca. sieben Minuten später (das war die häufigste Zeitangabe, die wir hier in Victoria Falls gehört haben, wenn es um Wartezeiten, z.B. auf das Taxi geht. Hier passiert anscheinend immer alles in einem 7 Minuten-Takt). Er hat uns trotz nasser Kleidung eingeladen und wir sind zurück zum Hotel gefahren. Er hat dann gefragt, was wir noch vor hätten und wir haben ihm gesagt, dass wir eine Reservierung zum High-Tea im Victoria Falls Hotel haben und dann am Abend ins Dusty Road möchten, das er uns vor zwei Tagen empfohlen hatte. Wir haben dann eine Zeit ausgemacht, wann er uns an der Lodge abholen und zum Victoria Falls Hotel fahren sollte.

Bis dahin haben wir uns erst einmal wieder trocken gelegt, Schuhe in die Sonne gestellt, trockene Sachen angezogen und die nassen Klamotten wieder am Pool in der Sonne getrocknet. Dabei konnten wir den Gänsen wieder zuschauen, die keine Scheu vor den Gästen hatten und munter im Pool plantschten. In der Lodge hat man genau gesehen, wer heute die Fälle besucht hatte. Überall in der Anlage und vor den Zimmern standen Schuhe zum trocknen in der Sonne. Wie bereits erwähnt lagen auf allen Liegen frische Handtücher bereit. Damit wird das Besetzen von Liegen mit einem Handtuch richtig kompliziert, weil ausgebreitete, herrenlose Handtücher einfach eingesammelt und durch frische ersetzt werden. Ein deutsches Paar, das zwei Liegen auf der schräg gegenüberliegenden Seite in Benutzung hatte, hat das Problem damit gelöst, dass sie zwei Stofftiere dabei hatten, die sie auf den Liegen platziert haben. Kreative Lösung für ein deutsches Problem. Es gab genügend freie Liegen um die Pools herum.

Nach dem Umziehen für den Afternoon Tea, den uns der Arzt unseres Vertrauens in Sachen kaputter Fuß empfohlen hat, sind wir wieder zum Ausgang gegangen. Clever hat, wie vereinbart, auf uns gewartet und uns Richtung Victoria Falls Hotel gefahren. Wir haben ihn dann kurz davor an einer Post halten lassen. Zum einen hätte es hier einen Cache gegeben, aber das zuverlässig unzuverlässige Mobilfunknetz hat genau an der Stelle versagt, an der wie die Fragen und den genauen Startpunkt benötigt hätten. Wir sind dann in die Post, um Briefmarken zu kaufen. Die wollen $5 für eine Marke nach Deutschland. Wegen der hohen Preise haben wir nur die benötigte Mindestanzahl gekauft. Die Marken in Südafrika kosten so ca. 1,60 Euro das Stück und die Postkarten ca. 50 Cent. Nach dem Schreck sind wir das letzte kurze Stück zum Hotel gelaufen und haben uns zum Tee auf die Stanley Terrasse mit Blick auf die Brücke und die Gischt begeben. Man kann aus einer größeren Anzahl an Tees auswählen und bekommt eine schöne Etagere mit allerlei Kleinigkeiten auf den Tisch gestellt. Es gab z.B. Gurkensandwich, Hühnchensandwich, Schwarzwälder Schinken (also so was ähnliches zumindest), gefüllte Teigtaschen, Scones, Cupcakes, Schokotartstückchen, Zitronencreme, irgendwas aus Brandteig und Macarons. Das ist für $15 echt schön und lohnt sich wirklich. Für $35 bekommt man auch noch ein Glas Sekt dazu. Das hätten wir uns allerdings sparen können. Angeblich soll es ein MCC (Methodé Cap Classic) brut sein. Geschmeckt hat er wie eine zu süße Version eines billigen Proseccos. An der Stelle hat uns das Hotel echt enttäuscht, für das Geld hätten wir schon ein bisschen Qualität erwartet.

Wir hatten mit Clever eine Abholzeit vereinbart und wir hatten noch ein paar wenige Minuten, um uns das Hotel anzuschauen, dessen Gänge mit diversen Kunstwerken ausgestattet sind. Ein Gang enthält duzende Karikaturen über Engländer, echt witzig Eigentlich waren wir auf der Suche nach der Geschichte des Hotels, erbaut 1904 und damit das älteste Hotel Simbabwes, aber dies scheint keine Ausstellung wert zu sein. Auf Nachfrage an der Rezeption haben die uns aber immerhin die Historie des Hotels ausgedruckt.

Clever wartete schon auf uns am Ausgang und hat uns wieder ins Hotel zurück gefahren. Wir haben noch schnell eine Abholung vereinbart, damit er uns zum Abendessen fährt und haben erst einmal einen Gin and Tonic auf der Terrasse unserer Lodge bestellt, sozusagen als Sundowner bzw. Aperitif. Umziehen mussten wir uns nicht mehr groß und konnten einfach warten bis es zum Abendessen los ging. Clever hat uns hingefahren und wir haben eine Zeit ausgemacht für die Abholung, mit der Option, wir lassen ihn anrufen, wenn sich was ändert.

Das Dusty Road liegt im ältesten Townships (Chinotimba) von Victoria Falls, in dem viele der Hotel- und Lodgeangestellten leben. Sarah Lilford, die Inhaberin, ist selber Köchin und möchte den Touristen ein wenig vom Essen und Leben der einheimischen Bevölkerung näher bringen. Verwendet werden nach Möglichkeit nur lokale Produkte, gekocht wird traditionell auf Holzfeuer. Viele Gewürze, Nüsse und sonstige Zutaten stammen von den hier heimischen Pflanzen und sind in der traditionellen Küche Simbabwes verankert. Wenn man im Restaurant ankommt, wird man zunächst von der Inhaberin begrüßt, die einem dann weiterleitet an ihre einheimischen Mitarbeiterinnen, die über die Zutaten und deren Herkunft Auskunft geben. Dabei darf man die ersten typischen Getränke probieren, einen Tee aus Roibusch, Hibiskus, Tamarinde und wilden Beeren, eine Art Bier aus Mais und anderen Getreidesorten und ein nicht alkoholisches Maisgetränk. Das Bier ist gewöhnungsbedürftig (man bekommt auch nur einen kleinen Schluck), der Rest lässt sich trinken.

Anschließend wird man noch in den Ort hier eingewiesen. Das Buffet und die Köche, Toiletten, Haus und Räume usw.

Dann wird man an den Tisch begleitet und bekommt ein Vorspeisenbrett mit Maisbrot und Pasten (Hummus und getrocknete Tomaten), zudem gibt es noch ein paar warme Happen und Nüsse.

Danach darf man sich bei den Köchen am warmen Buffet selbst mit den Hauptspeisen (Rindfleischeintopf, Hühnchen in Erdnussbutter und Fisch), Beilagen und Salaten bedienen. Die Nachspeisen werden dann wieder an den Tisch gebracht und dazu kann man Kaffee mit Koffein oder eine Nicht-Kaffeepflanzenvariante ohne Koffein wählen oder aus einer Reihe von Tees, die alle unterschiedliche Eigenschaften (guter Schlaf, langes Leben, blutdrucksenkend etc.) besitzen.

Ein Teil des Geldes wird für die Gemeinschaft im Township verwendet. So wird daraus z.B. auch das Schulgeld für 12 Kinder finanziert. Sarah hat uns dann auf Nachfrage auch noch ein wenig über die Probleme im Land berichtet, den Staat und so weiter. Jedes Unternehmen muss vom Umsatz direkt 35% an den Staat abführen. Dafür scheint es aber keine Gegenleistung, wie Straßenbau, Schule oder ähnliches zu geben. Immer wenn man über Geld und Staat spricht in Simbabwe, dauert es nur Sekunden, bis das Wort „Korruption“ fällt. Scheint eine echt schwierige Lage zu sein. Dabei hat uns ein Uber-Fahrer in Kapstadt, der sagte, er stamme aus Simbabwe, noch erzählt seit dem letzten Jahr gehe es aufwärts und die Kriminalitätsrate ist gering, auf jeden Fall sehr viel kleiner als in Südafrika und das, obwohl die Leute sehr arm sind. Letzteres mag stimmen, wir haben nie gehört, das es irgendwo wegen Menschen gefährlich wäre hinzugehen, nur wegen der Elefanten und der Wasserbüffel und der vielleicht oder vielleicht auch nicht vorkommenden Löwen.

Wir hatten mit Clever zwei Stunden Aufenthalt kalkuliert und obwohl das Essen auch wieder recht zügig ging, haben wir die zwei Stunden fast exakt eingehalten. Clever wartete beim Verlassen des Restaurants auch schon auf uns und hat uns wieder ins Hotel zurückgefahren. Er hat uns dabei noch erzählt, dass es jetzt nach der Regenzeit ruhig wäre auf der Straße. Jetzt da alles grün ist, sind die Elefanten irgendwo anders unterwegs. In der Trockenzeit, also so September-Januar zieht es die Elefanten und Wasserbüffel in die Stadt mit ihren beregneten Gärten. Die Elefanten würden sehr gerne die Früchte von Pflanzen fressen, die die Leute eigentlich für sich im Garten angebaut hätten. Da würde man öfters mal großen Tieren in der Nacht in der Stadt begegnen. Auf die Frage hin, ob es hier Löwen gibt, war die entschiedene Antwort: Nein, natürlich nicht. Bei unserer Ankunft hat der erste Fahrer vor den Löwen gewarnt… Also was sollen wir jetzt glauben? Clever wollte für 6 Fahrten die erwarteten $60 haben. Wenn jemand einen zuverlässigen Fahrer benötigt in Victoria Falls, wir haben seine Karte (die benutzen im Südlichen Afrika alle Whats App, was wir ja nicht haben… man kann ihn auch darüber erreichen).

Unser Weg führte uns vom Taxi aus direkt in unser Bett, denn wir mussten auch noch packen, denn morgen um 10 ging es schon wieder weiter nach Botswana.

Mittwoch, 27.5.2026

Zur nächsten Lodge konnten wir noch alle Taschen mitnehmen und wir wurden mit Autos gefahren. Daher konnten wir zügig unsere Sachen packen und mussten noch nicht aufpassen, was in welche Tasche soll. Wir haben hier noch einmal das Frühstück genossen und dann ging es auch schon kurz vor 10 Uhr los. Die Abfahrtszeit hatte sich nach vorne verschoben, damit die Abholung am Kasane Airport funktioniert. Oft wird der Austausch von Gästen passend koordiniert zwischen denen, die zum Flughafen gebracht und die nächsten, die dann gleich wieder mitgenommen werden.

Unser Fahrer war sehr erfahren und die Strecke verlief viel durch bewaldetes Gebiet. Einmal haben wir einen Elefanten am Straßenrand stehen sehen. Wir hätten gerne an einem Boabab-Baum noch einen Cache gesucht, aber unser Fahrer meinte, dass Aussteigen auf der Strecke wäre verboten, wegen der vielen gefährlichen Tiere, dass kann er nicht machen, vor allem, wenn es dann auch jemand mitkriegen würde. Wie es der Zufall auch will, er macht wenigstens langsam, damit wir den Baum aus dem Auto heraus sehen können, kommt ein Polizeiauto uns entgegen gefahren. Da hätten wir uns dann eine schöne Geschichte ausdenken müssen, um zu erklären was wir hier tun. Wir haben ihn zumindest gesehen, wenn wir auch die Dose nicht finden konnten.

An der Grenze angekommen muss man erst einmal wieder aus Simbabwe ausreisen (und noch ein Stempel in den Pass)….und dann wirds spannend 🙂

Noch eine kurze Anmerkung: geplant war laut Pinto nur ein Aufenthalt von zwei Nächten in VicFalls, das wäre super hektisch geworden bzw. dann hätte der Besuch auf beiden Seiten der Fälle vermutlich gar nicht geklappt. Mit den 3 Nächten war es super, sehr entspannt, wir konnten in Sambia und Simbabwe die Fälle ohne Stress besuchen und die nächsten beiden Länder in Ruhe becachen, plus natürlich ein weiteres Welterbe wirklich zu erleben (inklusive High Tea im ehrwürdigen Victoria Falls Hotel und Dusty Road Erfahrung) und nicht nur dran vorbei zu huschen. Ohne Geocaching und nur um mal die Fälle einseitig anzuschauen, da reichen aber vermutlich auch 2 Nächte.

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